Technische Informationen

Hintergründe und tiefere Einblicke

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Das Prinzip der Umkehr-Osmose

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Osmose ist die Diffusion eines Lösungsmittels (z.B. Wasser) durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran, die das Lösungsmittel durchlässt, nicht aber gelöste Stoffe.
Das Lösungsmittel diffundiert (verteilt sich) dabei immer in Richtung der Lösung mit der höheren Konzentration gelöster Stoffe, es strebt sozusagen einen Konzentrationsausgleich der Lösungen auf beiden Seiten der Membran an.
Diese natürliche Strömungsrichtung kann umgekehrt werden, wenn der Druck des anströmenden Lösungsmittels größer ist als der osmotische Druck.
Bei dieser Umkehr-Osmose wird also nicht ein Konzentrations-Ausgleich erreicht, sondern die Konzentration der gelösten Stoffe auf einer Seite der Membran und des reinen Lösungsmittels auf der Anderen.
Um die Konzentration der Lösung auf der Eingangsseite nicht zu hoch werden zu lassen, wird diese ständig von 'frischem' Wasser angespült und das aufkonzentrierte Wasser abgeführt. Eine Umkehrosmose-Anlage 'verbraucht' daher eingangsseitig immer mehr Wasser, als sie ausgangsseitig erzeugt.

Die Umkehrosmose entfernt nicht nur Ionen, sondern alle Teilchen, Schwebstoffe und Verunreinigungen, auch Viren und Bakterien, nahezu vollständig aus dem Wasser.
Das erzeugte Wasser ist sehr 'weich' - also frei von Härtebildnern wie z.B. Calcium - aber auch aggressiv aufgrund Versauerung durch Verbleib der Kohlensäure und sogar Lösung weiteren Kohlendioxids aus der Luft. Diese Versauerung ist physiologisch eher unbedenklich (Orangensaft und selbst Bier oder Kaffee sind wesentlich saurer als Osmosewasser), aber in technischen Anwendungen führt sie zu teilweise heftiger Korrosion der wasserberührten Oberflächen.

Filterbauarten (PDF)